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Artenschutz im Zoo


Artenschutz ist seit vielen Jahrzehnten ein wichtiges Ziel zoologischen Gärten. Besonders in-
tensiv wird es seit über 20 Jahren verfolgt, da nun eine europaweite Koordination möglich ist.

Noch bis in die 50er Jahre des 20. Jahrhunderts wurden Tiere für zoologische Gärten teilweise in der freien Wildbahn gefangen. Das ist heute nur noch in wenigen Ausnahmefällen gestattet und auch nicht mehr erforderlich. Von zahlreichen Arten gibt es in europäischen Zoos sich selbst erhaltende Tierbestände.

Inzwischen wurden auch in Europa Erhaltungszuchtprogramme EEP eingerichtet. Zum einen dienen sie allgemein dem weltweiten Artenschutz, zum anderen soll mit ihnen die genetische Vielfalt der in menschlicher Obhut gehaltenen Tierarten lange erhalten bleiben.

Die mit derartigen Aufgaben befasste Dachorganisation ist die EAZA, die Europäische Ver-
einigung der Zoos und Aquarien, mit Sitz in Holland. Für jede EEP-Tierart gibt es in einem europäischen Zoo einen Zuchtbuchkoordinator, der die Informationen über die einzelnen Individuen dieser Tierart in den angeschlossenen europäischen Zoos sammelt und deren
Zucht managt. So werden bei Säugetierarten etwa 200 Individuen für ein Erhaltungszucht-
programm benötigt, die sich, wie bei einer wildlebenden Population, im Genaustausch
befinden und die natürlich nicht alle in einem Zoo leben können.

Unser Zoo ist ESB-Zuchtbuchführer für die Zweifinger- und die Hoffmannfaultiere. Das ESB-Programm bildet dabei eine Vorstufe der Europäischen Erhaltungszuchtprogramme.